Das verschollene Kommunikationssystem
Feedbackgeber:innen haben es einfach. Gemäss der Selbstregulierungsregel geben sie den Feedbacknehmern Rückmeldung, und diese sagen: «Verstanden». Verständnisfragen sind gemäss der Regel erlaubt. Sie verstärken das Entgegennehmen. Dieses Prinzip der Kommunikation eröffnet einen verdeckten Führungskampf. Die Schwächen der Feedbackgeber:innen, meistens in vorgesetzter Position, werden zum Erziehungsmittel und bilden schlussendlich die Organisationskultur ab.
Wer in den Genuss einer Führungsschulung kommt, kennt über sämtliche Institutionen hinweg die Wiederholung des ersten Axioms aus der kybernetischen und psychiatrischen Kommunikationstheorie: «Man kann nicht nicht kommunizieren». Damit ist nichts anderes als die Angst gemeint. Alle weiteren Theorien bauen sich auf dieser doppelten Negierung auf, die wiederum einen Pool voller Angebote und Kommunikationslehren reproduziert, wie «auf Augenhöhe kommunizieren» oder «aktiv zuhören», (um nur zwei weitere Beispiele aus der Coaching- und Beratungsbörse zu benennen). Solche Hits werden immer wieder mit neuen Designs und mit persönlichen Noten aufgepeppt, in den sozialen Medien angeboten und über künstliche Intelligenz für Mitläufer:innen oder Konkurrent:innen in der Bildungsszene algorithmisiert. Linkedin ist ein Paradebeispiel dafür.
Die seit Jahrzehnten nie endende Rotation aus immer gleichen Paketen mit stetig wechselnden Titeln und zumeist marktbasierten Hypen lässt in der Führung und Kommunikation keine Entwicklung und Entfaltung, geschweige denn eine Veränderung der immer gleichen Interaktionsfehler zu. Die Zug- und Stosstechnik aus der mechanischen Physik (Kybernetik), psychiatrisch abgeleitet als «Druck erzeugt Gegendruck», hat definitiv nichts mit dem Kommunikationssystem von uns Menschen zu tun. Diese faszinierende Mechanik wurde fälschlicherweise auf das Zusammenspiel von uns Lebewesen als Menschen in Organisationen übertragen, mit dem flächendeckenden Ergebnis: Stagnation.
Als verschollen gilt, was lebt und hoffentlich wieder entdeckt werden kann. Der Austausch unter uns Menschen beginnt – empfänglich, intuitiv, mitfühlend und empfindsam – im intrinsischen Zentralhirn. Spiralrhetorik® ist das einzige Markenprodukt, das dem «verschollenen» Kommunikationssystem aus dem Zentralhirn entspricht. Die Spiralrhetorik®-Tools bieten die Wiederentdeckung mit handfester Gestaltung im Praxisalltag an.
Heiner Dübi, CARDUN AG, begleitet, coacht und berät mit Spiralrhetorik® Einzelpersonen und Organisationen. Kontakt über spiralrhetorik.com
