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Jede Interaktion zählt

«Wir Menschen sprechen zu viel und fühlen zu wenig.» Als Charlie Chaplin zu Beginn der grössten epochalen Tragödie der Neuzeit zum Umdenken aufrief, fühlte er in seiner Entgegnung auf den grossen Diktator den Wert seiner Argumentation. Es war eine Rede, die aus seiner inneren Rhetorik kam. 

Es war eine kluge Rede, die vor 100 Jahren neue Grundlagen für das Staatswesen nach dem zweiten Weltkrieg schuf. Im Fokus stand der Gemeinsinn und im Ziel die Regeneration aller Völker. 

Und wo stehen wir heute? Es passieren immer noch die gleichen Fehler, im Grossen wie im Kleinen. Wir erkennen die Interaktionskosten nicht.

Mit Interaktionskosten sind die Folgekosten gemeint. Sie entstehen, wenn wir während der Interaktion zum Beispiel die Tragfähigkeit unserer Lösung zu wenig prüfen oder die Erfüllbarkeit einer Entscheidung ausserhalb des Lotes finden.

Offenbar haben die Kommunikationsexperten Chaplins Rede bis heute nicht verstanden. Wir Menschen denken zu viel und spüren zu wenig. So werden nicht nur die Polaritäten zwischen innen und aussen vertauscht. Intelligenz wird atemlos mit Intellekt verwechselt. Die Folgen sind für alle Betroffenen verheerend.

Heiner Dübi, CARDUN AG, Spiralrhetorik®