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Die Philosophie zur Spiralrhetorik™

Spiralrhetorik™ basiert auf einer postmodernen Wissenschft. Die Naturphilosophie, wie sie Heiner Dübi kausal-physikalisch erkennt und entdeckt wird hier erstmals publiziert.

Im Zeitalter der Digitalisierung und der Einführung neuer Arbeitswelten wird es umso wichtiger, die Unendlichkeit und ihre Auswirkung auf unsere Wirklichkeit radikal zu denken und weiterzuführen; sprich: den auch in der modernen, westlichen Sprache immer noch vorherrschende Glaube an ein zentriertes Weltbild zu überwinden. Dieser Anspruch gilt für alle Wissenschaften und damit auch für das Beratungs- und Führungswesen von Organisationen mit ihren beteiligten Menschen.

Spiralrhetorik™ ist keine Erfindung, sondern eine Entdeckung. Diese Eröffnung des Neuen Denkens, ist eine Zusammenfassung der Naturphilosophie, die nach Giordano Bruno und Kopernikus, um vorerst nur zwei Namen zu nennen, zum Wesen und Begreifen der von Heiner Dübi begründeten Spiralrhetorik™ führt. Mit dieser Publikation wird der Paradigmenwechsel im Wirklichkeitsdenken wissenschaftlich sichtbar. Die Sinneserkenntnis, welche in den Erkenntniswegen von Heiner Dübi zum Vorschein kommt, fordert ein konsequentes Umdenken in Führung und Kommunikation bei allen Wissenschaften, auch in der Unternehmensberatung und -führung. Es entsteht ein Weltbild, das in die Tiefe der Erde als Teil eines gesamten Kosmos greift und die Entscheidungstheorien der letzten Jahrhunderte bis heute auch in der Organisations- und Personalentwicklung radikal verändert.

Die folgenden Ausführungen stammen aus dem Notizbuch von Heiner Dübi aus dem Jahr 2016. Heiner Dübi studierte sämtliche italienischen Schriften von Giordano Bruno aus den Jahren 1584/85 (also vor Galileis Publikationen!). Die nachfolgenden Notizen sind eine Zusammenfassung aus seinem Studium des Werks „Infinito“ mit dem Titel „Über das Unendliche, das Universum und die Welten“. Zuvor studierte Heiner Dübi die Schrift „Causa“ mit dem Titel „Über die Ursache, das Prinzip und das Eine“. Hier werden die Notizen zu Infinito erstmals publiziert, da sie explizit abbilden, mit welchem wissenschaftlich komplexen Wissen Heiner Dübi das Prinzip, den Aufbau und die Funktion der Spiralrhetorik™ als grund-regulierndes System für die Begründung eines postmodernes Beratungs- und Führungswesen hinterlegt und wissenschaftlich belegt.

1.    Notiz:
Wer die Unendlichkeit denken kann, entlarvt das Augenscheinliche als Schein; überwindet die Schranken der Sinne. Die Grössenverhältnisse im All sind nicht mit der Helligkeit der Sterne zu messen. Es gibt kein Oben und kein Unten, kein Zentrum und kein Aussen; alles fliesst gegeneinander, ineinander, miteinander, harmonisch durcheinander.

Diese Einsicht hat zur Konsequenz, hinter und mit der Spiralrhetorik™
•    den absoluten Mittelpunkt des (endlichen) Weltalls aufzuheben
•    alle Bewegungen relativ zu sehen
•    die kosmische Unendlichkeitsspekulation (entgegen allen aristotelisch-ptolemäischen) radikal zu folgern
•    gegen die „Erziehung“ der europäischen Wissenschaften seit Galilei eine neue Anthropologie in einer unermesslichen Ätherregion zu denken

Für die Spiralrhetorik ™ (stellvertretend für alle Wissenschaften) ergibt sich ein wichtiger Kernsatz: Eine unendliche Ursache hat auch eine unendliche Wirkung! Es gilt also die Herausforderung anzunehmen, ohne geistige Schranken die wahre und lebendige Spur unseres Da- und Zusammenseins, der Gesundheit und des Wohlbefindens (in neuer Sprache des Allseins; in alter Sprache des Göttlichen) wissenschaftlich komplex-kausal, ursächlich, also nicht linear-kausal zu entdecken, um Beratungs- und Führungsfehler zu vermeiden.

2.    Notiz
Unser Erdball bewegt sich wie jedes andere Gestirn gegenüber dem Universum, einer
unermesslichen Ätherregion! Das sind Bewegungen, die in unzähligen gleichartig aufgebauten Welten nach den Prinzipien der Eigenbewegung aufgebaut sind; das sind harmonisch geregelte Bewegungen wie Kälte-Wärme, feucht-trocken, etc., (übrigens auch in der tibetischen Medizin des Körpers und Geistes u.a. zu finden).
Unendliche Ursachen sind nicht ausserhalb einer Unendlichkeit zu suchen, sondern stets im jeweiligen Inneren, also auch im Innern eines Menschen.
Für die Spiralrhetorik™ ergibt sich eine wichtige Reflexion: Wir können das unendliche Wissen weder auf Erfahrung (emperia) noch auf Ursache (aitia) stützen, wie sich Wissenschaft seit Aristoteles erklärt. Gefordert ist ein anti-aristotelischer Denkansatz in der Philosophie und in der Physik! Empirische Denkansätze sind genauso Schranken! Das Unendliche zu denken verlangt die Verschränkung von Einheit und Unendlichkeit! Ohne „Einheit“ (Homogenität) ist die Struktur des Unendlichen nicht zu verstehen. Das EINE ist alles, (Ursache, Prinzip und Wahrheit). Materie, Form/Seele, Sache und „Sein“ lassen sich denken; das Beste, das Grösste (in alter Sprache „Göttliche) entzieht sich jedoch dem unendlichen Begreifen und Zugriff. Alles besitzt das homogene, grösste Seiende!!!
Heiner Dübi folgert für die Spiralrhetorik™: Einheit und Unendlichkeit, das sind die zwei Prämissen des Neuen Denkens!

3.    Notiz
Die Naturphilosophie hat durchaus einen (in alter Sprache göttlichen) Willen: Der Ausdruck des „Wollens“ und das „Gute“ sind das oberste Prinzip. Damit setzt Neues Denken auch eine moralische Wertung des Universums voraus! Das Universum ist „Wirkung“! Umgekehrt (als Ursache) lässt sich das Universum nicht erschliessen! Es ist kein Rückschluss von der Wirkung auf die Ursache möglich!

4.    Notiz
Neues Denken widerspricht der heutigen (newtonschen) Physik, auch der (christlichen) Lehre Galileis. Das Neue Denken ist immer nur „Spur“ einer allseienden Substanz“. Das ursächliche Allsein tritt in den Hintergrund und vordergründig für den Menschen ist das unendliche Universum! So bilden sich Thesen:
•    Das Universum kann äusserlich nicht hinzuwachsen. Es gibt kein Äusserliches des Alls.
•    Allfälliges „Ausserhalb“ wird integriert.
•    Das Dualistische wird zur Einheit + Identität
•    Materie und Form durchdringen sich. Das materielle Sein ist immer auch Ausdruck von Form; Form ist immer auch an das materielle Sein gebunden. Materie und Form, Form und Materie sind aneinandergebunden.
•    Es gilt die Aufhebung einer jeden Abgrenzung (von Materie und Form), des Einen gegenüber dem Andern
•    Materie, Seele und Geist können nur zusammen gedacht werden; sie sind als ein unendliches Produkt eines organischen Ganzen zu verstehen, das ohne innere Vernunft und Leben nicht denkbar ist!
•    Es gibt in der Spiralrhetorik™ genauso wie im unendlichen Universum eine Einheitsmetaphysik
•    „Mehr“ oder „weniger“ mündet immer in ein Grösstes! (Wie gestalten sich unter der kompromisslos angesetzten unendlichen Einheit des Alls das Verhältnis zwischen Unendlichem und Endlichen, Einem und Vielem, sowie auch das Verständnis der physikalischen Prozesse innerhalb des Universums? Diese Frage muss beantwortet werden können! (Siehe auch die Annäherung des Gekrümmten und Geraden…)
•    Das Unendliche kann nicht durch einen Teil des Endlichen gemessen und erfasst werden! Zwischen dem Kleinsten und dem Grössten besteht kein Unterschied. Kreismittelpunkt und Peripherie des Kreises fallen (im unendlichen Denken) zusammen. Im Unendlichen ist jeder Teil selbst unendlich.
•    Das ist die Herausforderung an die Spiralrhetorik™: Der „unendliche Mittelpunkt“ muss im Kontext einer mathematisch geleiteten Raumtheorie neu gedacht werden. Die Eigenschaften der unendlichen mathematischen Bilder sollen auf das Universum übertragen werden und damit eine eigene ontologische Realität bekommen! Es gilt einen neuen Raumbegriff zu schaffen! Der Raum ist für eine Organisations- und Personalentwicklung so wichtig wie die Sprache, in der gedacht, gearbeitet und verstanden wird.

5.    Notiz
Das Universum ist eine unendlich Kugel, die weder ein ausgezeichnetes, fixierbares Zentrum noch eine endlich festgelegte Peripherie hat. Zentrum und Peripherie fallen im unendlichen kugelförmigen Universum zusammen. Sie sind identische „Grössen“. Somit gilt für den gesamten unendlichen Raum die Ununterschiedenheit (keine unterscheidbare räumliche Richtungen) bzw. Indifferenz der Dimensionen. Höhe, Breite und Tiefe sind wechselseitig austauschbar.

Umgekehrt gilt: Das Universum hat (genauso wie die Spiralrhetorik™) die Voraussetzung, überall ganz Zentrum zu sein! Unendliches Kontinuum ist identisch mit dem unendlichen Inbegriff aller Zentren. Dies folgert die Verschränkung von Kontinuum und Diskretion im Raum. Kontinuum und Diskretion (kontinuierliche diskrete Bewegungen) schliessen sich nicht aus, sondern bedingen zusammen eine Vielfalt weiterer Folgerungen.

6.    Notiz
Es gibt anstelle eines Mittelpunkts im Universum eine unendliche Allheit potenzieller Mittelpunkte, die durchwegs gleichberechtigt sind. Daraus erschliesst sich ein Gefüge von unendlichem Kontinuum und unendlichem Stellensystem: Innerhalb der unendlichen Gleichförmigkeit des Universums können unterschiedslos jede Raumstelle diskret lokalisiert und potenzielle Zentren herausgegriffen werden (Wie es auch schamanische Reisen tun). Ein solcherart isolierter Punkt lässt sich als Teilstruktur innerhalb des Universums begreifen. Es gibt also endliche Teile im unendlichen Universum, nicht aber Teile des Universums, das als Ganzes in einer durchgehenden Gleichartigkeit unberührt bleibt. Das heisst aber nicht, dass das unendliche Universum nach der Art seiner Zusammensetzung aus endlichen Teilen zu verstehen wäre und in einem proportionalen Massverhältnis zu seiner Endlichkeit stünde! Ein jeder Teil des Universums ist unendlich und in seiner Unendlichkeit aufgehoben.
Damit wird durch das „In-Sein“ endlicher Strukturen im Unendlichen eine relationstheoretische Auflösung der Beziehungsfrage zwischen dem Unendlichen und Endlichen angedeutet.

Exakt an dieser Stelle der Herleitung fehlt die Relation auf den (bisherigen) Begriff der Grenze, durch die ein Teil erst als von anderem abgegrenzt und damit als Teil begriffen werden kann. Spiralrhetorik™ legt hier den Grundstein für einen möglichen, richtigen Bezug von Unendlichem und Endlichem. Der Schlüssel besteht in einem neuen Verständnis der Relation von Ganzem und Teil, das mit der veränderten Raumtheorie Hand in Hand geht und nicht (mehr) auf eine summierende Aufhäufung von Teilen. Das Moment des Einschlusses der Teile in das Ganze hebt als umfassende Totalität vom bisherigen Denken ab!

7.    Notiz
Vor dem Hintergrund des homogenen Raums erhält die bisherige abendländische Philosophie(-geschichte) in ihrer ganzen Spannbreite einen veränderten (ursprünglichen? - auf jeden Fall vorsokratischen) Sinn: Es geht um keine andere Frage, um nichts anderes mehr, als um die Frage, ob das Universum endlich oder unendlich, begrenzt oder unbegrenzt ist, - und wie sich dies beweisen lässt. (Im Neuen Denken wird das der Beweis für die die Unendlichkeit und Unbegrenztheit des Universums genauso wie der Spiralrhetorik™ sein.) Der Transformationsprozess des Allseins auf den Raum steht unter dem Zeichen der Mathematisierung der ontologischen Strukturen des Universums. Sie beziehen sich auf die Identität des kleinsten Winkels und der kleinsten Sehne oder des grössten Kreises und der geraden Linie. Aber, anders als bisherige Philosophen (ausser Giordano Bruno) hebt diese Erkenntnis von den Darstellungen in geometrischen Zeichen ab:
Die Spiralrhethorik™ braucht diese Bilder zur Veranschaulichung der Struktur des allseienden Prinzips (und muss deswegen auch keinen gordischen Knoten oder die Quadratur des Kreises lösen, wie es die meisten bisherigen Philosophen tun) und zur Darstellung der unendlichen Einheit des Universums, resp. der spiralrhetorischen Tiefe.

Die spiralrhetorische Tiefe, welche später für das Beratungs- und Führungswesen in Prinzip, Aufbau und Funktion der Spiralrhetorik™ zur Sprache kommt, erweitert das bisherige Verständnis der Koinzidenz der Gegensätze, weil der aufgezeichnete Weg nicht nur die Identität von Minimum und Maximum im Unendlichen feststellt, sondern Minima und Maxima auch getrennt voneinander als Extrema auffassen kann, die ein Gefüge von Gegensätzen aufspannen, in denen jeweils wiederum gegensätzliche Bestimmungen zusammenfallen. Diese Veränderungen in der (math.- geometrischen) Darstellung schlagen sich in den Eigenschaften des Universums wie in Prinzip, Aufbau und Funktion der Spiralrhetorik™ nieder.
Das Universum (die Spiralrhetorik™) charakterisiert sich durchweg durch innere harmonisierende und widerstreitende Minima und Maxima: Wärme und Kälte, Liebe und Hass, Freundschaft und Streit durchziehen das kosmische Leben in Übergangen, in und durch ihre jeweilige maximale und minimale Intensität (siehe wiederum auch die tibetische Medizin). Der tiefste Sinn der Betrachtung der Gegensätze erschliesst sich (demnach nicht in der Zeichenhaftigkeit der mathematischen Ununterschiedenheitsspekulation, sondern) in einer inneren Magie der Natur, die die Anwendung (fern von jeglichem Obskurantismus) der quantitativen Vorstellungen des mathematischen Modells auf die verschiedenen qualitativen Prozesse der Natur gestattet.

8.    Notiz
Für die nachfolgenden Gedanken gilt es festzuhalten: Es gibt gegenüber der Tradition eine Einheitsmetaphysik. Die Vorstellung des unendlichen Universums als lebender Organismus verbindet sich mit der Konzeption des homogenen Raums und dem Gedanken eines vielfältig vernetzten Relationsgefüges von Minima und Maxima, das den ständigen Austausch gegensätzlich dynamischer Zustände im Kosmos ermöglicht. Dieses „Bild“ gilt es auf die Spiralrhetorik™ sprachlich zu übertragen. Es gilt im Hinblick auf die Akzeptanz der neuen Sprache im Neuen Denken zu erklären, wie diese Konzeption des Universums gegen die bestehende aristotelische (christlich-wissenschaftlich untermalte) Kosmologie und Physik im europäischen Sprachdenken durchgesetzt und begründet werden kann! Das wäre dann die Quintessenz meines Programms, das sich in der Spiralrhetorik™ erkenntnistheoretisch und praktisch verwirklicht. Spiralrhetorik™ stellt die Welt nicht auf den Kopf, sondern auf die Füsse. Die folgenden Notizen beantworten die Fragen:
•    Wovon hängt die Akzeptanz und „Bekehrung“ zum „neuen Weltbild“, zur Spiralrhetorik™ als postmodernes Beratungs- und Führungswesen ab?
•    Gibt es Hinweise auf die besondere Glaubwürdigkeit obiger Thesen mit Blick auf das Zusammenspiel der wesentlichen spiralrhetorischen Determinanten für Organisationen mit ihren beteiligten Menschen?
•    In welcher Weise öffnen sich die Skeptiker/Gegner der neuen Argumentation in Beratung und Führung?

9.    Notiz
Die Unendlichkeit des Universums ist kein Gegenstand der Sinneswahrnehmung (der sinnlichen
Wahrnehmung), sondern der Vernunft (Erkenntnis); der Fähigkeit hell zu denken. Es ist also eine Frage der Kultur und der Strategie aus den Folgerungen der räumlichen Prozesse.

Das Urteil des Intellekts hat im Neuen Denken Priorität vor der empirisch verfahrenden Methode! Die sinnliche und theoretisch erfassbare Wirklichkeit der kosmologischen und physikalischen Gegebenheiten können auch ganz anders als das Vertraute sein. Das Unendlich muss als eine Struktur begründet werden, die „abwesende Dinge“ gegenüber der Anwesenheit des Endlichen zum Thema der Reflexion machen. Das „abwesende Unendliche“ kann den Ausgangspunkt des Neuen Denkens, die Verknüpfung von Einheit und Unendlichkeit „nur“ als reine Einsicht in die Vernunft postulieren, die auf den Faktor der (direkten) Augenscheinlichkeit, der augenscheinlichen Bestätigung (beinahe ganz) verzichten muss. Zwei Fragen beschäftigen das Beratungs- und Führungswesen:
•    Was wird über das Unendliche gewusst?
•    Wie kann über diesen Gegenstand gesprochen werden?

10.    Notiz
Spiralrhetorik™ schafft einen Zugang für Dritte, indem Organisationsentwicklung und Personalentwicklung (Organisation und Mensch) mit Raum und Sprache ergänzt werde. Spiralrhetorik™ gibt vier statt zwei elementare Determinanten (also eine Tetralogie anstelle einer Dualität) in der Entwicklung und Entfaltung von Menschen und Organisationen vor. Das Beweisverfahren geht Hand in Hand mit der Widerlegung der klassischen (aristotelischen und später newtonschen) Vorstellung von Ort und Raum, Diesseits und Jenseits, System ineinander verschachtelter Hohlkugeln). Ein leerer Raum ist Trugschluss! Es gibt unzählige Welten in unendlichen Räumen. Sie (die unzähligen Welten in unendlichen Räumen) sind mit den Augen (dem Geist) der Vernunft einzusehen und danach wahrzunehmen. Sie bilden über die erkennende Vernunft den führenden Verstand. Deshalb spricht Spiralrhetorik™ von Sinneserkenntnis und nicht von Sinneswahrnehmung! Die Räume sind nicht durchweg leer, sondern eher erfüllt (siehe dazu auch die tibetische Medizin, die als fünftes Element den Raum hat). Unsere hier anwesende Welt zeigt, dass der unendliche Raum mit ihr einen Rauminhalt hat, also „erfüllt“ ist.

11.    Notiz
Wie baut sich das Neue Denken auf? Was ist sein Prinzip? Welche Funktion hat es?

Das unermessliche und unendliche Universum, das aus diesem unendlichen Raum, aus diesem universell Enthaltenden, aus dieser Ätherregion und allen enthaltenen Köpern entsteht, ist das Zusammengesetzte. Um die umfassende Lehre vom unendlichen Weltall möglich zu machen, ergänzt die Spiralrhetorik™ den einheitsmetaphysischen Ansatz durch die Konzeption des unendlichen homogenen Raums. Wird dieser Raum mit Hilfe des vernünftigen Denkens ergänzt, eingeführt und akzeptiert, steht auch der Akzeptanz unzähliger Welten nichts (mehr) entgegen. Im Universum, unter Voraussetzung der indifferenten Voraussetzung des Raumes, sind alle Körper (in der Spiralrhetorik™ sind es die Determinanten) den gleichen Bedingungen unterworfen. Das Ergebnis ist der unendliche leere Raum, der dennoch ohne Einschränkung mit unendlich vielen und bewohnten Welten (sich bildenden Determinanten) erfüllt ist. Es gibt also keinen „leeren“ Raum.

„Homogenität des unendlichen Raums“ und „unendliche Welten“, diese beiden „Stichworte“ sind die Rahmenbedingungen des Neuen Denkens. Es muss somit möglich sein, die reibungslose Koexistenz der unendlichen Welten in einem einheitlichen Universum aufzuzeigen. Das betrifft die Ortsbestimmung und das Bewegungsverhalten der Gestirne, das bei Erfüllung des unendlichen Raums mit unendlich vielen Welten in Hinblick auf das Universum als Ganzes geregelt sein muss. Die Naturphilosophie der Spiralrhetorik™ steht vor nichts Geringerem, als die auf das endliche und begrenzte Universum zugeschnittene heutige Kosmologie und Physik (Newtons) aufzuheben und jetzt die spezifischen makrokosmischen und mikrokosmischen Abläufe der durchgehend indifferenten Unendlichkeit des Raumes anzupassen. Erst dann erschliesst sich die Unendlichkeit der räumlichen und körperlichen Bedingungen durch die Vernunft widerspruchsfrei.
Die Vereinheitlichung der materiellen Vorgänge und die Umdeutung der Bewegungsabläufe auf und zwischen den jeweiligen Gestirnen als endliche Teilsysteme im unendlichen Weltall müssen aus der Perspektive der Physik erfasst werden. Spiralrhetorik™ löst die aristotelische, newtonsche Physik der Qualitäten zugunsten einer quantifizierbaren „Theorie“ der Naturvorgänge ab, wie sie in den Erkenntniswegen von Heiner Dübi ganz allgemein für die Wissenschaft, also auch für das Beratungs- und Führungswesen zum Vorschein kommen. Eine absolute Struktur wird aufgegeben

12.    Notiz
Die Erde ist nicht mehr Mittelpunkt als jeder beliebige andere Weltkörper. Es gibt für die Erde nicht mehr gewisse Pole (im All), als die Erde selbst ein gewisser Pol für irgendeinen anderen Punkt des Äthers und des Weltraums ist. Die Erde ist nicht in absoluter Weise (sowohl physikalisch wie philosophisch) in der Mitte des Universums, sondern nur im Hinblick auf unseren Bereich, wieder trotz besseren Wissens im Sprachdenken, selbst in der Kosmologie immer noch zum Ausdruck kommt. Im Neuen Denken hat der Begriff des Unendlichen, der bisher physikalisch als das Leere und Inhaltslose galt, keinerlei Bestimmung mehr! Ebenso kann dem Unendlichen keinerlei kugelförmige Gestalt und Bewegung zugesprochen werden, da es nur gestaltlos und bewegungslos gedacht werden kann. Das unendliche Universum muss in seiner erfüllenden Einheit immer auch unbeweglich sein. Wenn das Unendliche als das Gestaltlose genommen wird (was im Neuen Denken so ist), kann es keine Grenzen und damit auch kein „Diesseits“ und „Jenseits“ haben, indem es sich als kugelförmiges Gebilde irgendwie bewegte. Die Erkenntnis und innere Schau einer vollständigen Unbestimmtheit der räumlichen Richtungen ist eine legitime Folgerung.

Weil das Inhaltlose, Leere oder der „unendliche Äther“ grundsätzlich ohne Eigenschaften sind, gibt es keine ausgezeichneten Besonderheiten, hinsichtlich deren ein Standort wie Mitte, Oben oder Unten überhaupt fixiert und ausgenmacht werden kann. „Mitte“, „Oben“ „Unten“ oder Äusserstes“ sind in der „unendliche Grösse“ Bezeichnungen ohne Bedeutung mehr. Diese Formulierung hat umfassende Folgen auf die physikalische und religiöse Vorstellungskraft des Denkens und Glaubens unserer Zeit. Ebenso auf das Beraten und Führen von Organisationen mit ihren beteiligten Menschen. Es ist eine grosse Herausforderung, das Unendliche zu denken!

13.    Notiz
•    Das Universum hat keinerlei äusserste Grenze (Aristoteles, später auch Kopernikus etc. setzte sie bei den Fixsternen an).
•    Das Universum hat keinerlei „natürliches Koordinatensystem“, das zur Standortbestimmung der Körper innerhalb des Universums und zur Fixierung der Bewegungsrichtungen dienen konnte (siehe dazu auch die Kraft der Dorjes).
•    Aus der Perspektive des Unendlichen sind alle möglichen Ortsbestimmungen gleichwertig! (so dass jeder Ort gleichermassen als Mittelpunkt gelten kann.)
•    Die Erde verliert ihren ausgezeichneten Standort als Mittelpunkt des Weltalls (auch für die Sprache der Naturwissenschaften von Gültigkeit!), wie auch kein anderes, keinerlei Gestirn an einer absolut fixierbaren Stelle des unendlichen Raumes zu verorten ist (gilt auch für die Sonne, Galaxie etc.)
•    Mit der Akzeptanz des Unendlichen als der grenzenlosen, unbeweglichen Realität des Universums, leistet und begeht Spiralrhetorik™ einen Tabubruch gegenüber allen noch heute gültigen (abendländischen) Lehr-, Beratungs- und Führungsmeinungen. Es handelt sich hier um die Einführung, respektive (physikalisch-philosophische) Beschreibung einer Art von Grösse, die jede endlich fixierte Verhältnisbestimmung der Gegebenheiten und Vorgänge im Universum aufhebt.
•    Das Unendliche wirkt als reale Bezugsgrösse auf die Verhältnisse der endlichen Vorgänge ein. In einem solchen System werden die spezifischen Eigenarten der kosmologisch-physikalischen Abläufe aufgehoben und „vergleichgültigt“.
•    Die bisherige Theorie der natürlichen Orte, das Bewegungsverhalten der Körper sowie das Verständnis um Schwere und Leichtigkeit werden erschüttert. Die Unterscheidungen wie: „Leichte Körper wie das Feuer steigen nach oben auf“; „schwere Körper wie die Erde steigen nach unten ab“, „Körper, die sich wie die Gestirne kreisförmig bewegen, ändern ihren Ort nicht“ etc. fallen aufgrund des veränderten kosmischen Bezugsrahmens dahin.

Wie lassen sich die betreffenden Erscheinungen, die ja in „gewisser Hinsicht“ möglich sind (zum Beispiel die Bewegungen von Körpern „nach oben“, „in Richtung Mond“ etc.), erklären?

Mit der neuen realen Bezugsgrösse als System werden alle bisherigen in einer absoluten Weise interpretierten Grössen in relative Grössen umgedeutet, weil sie immer nur vom jeweiligen betreffenden Standpunkt eines Beobachters aus, der sich selbst im Mittelpunkt stehend annimmt, beschreibbar sind. Eine Bewegung „nach oben zum Mond“ erscheint auf dem Mond als „nach unten“ etc. So ist keine Bewegungsrichtung eindeutig festgelegt, sondern verläuft abhängig vom Standort des jeweiligen Beobachters. In diesem Sinn ist auch keinem Körper Schwere oder Leichtigkeit zuzusprechen. Jede Welt bildet „ein eigenes Bezugssystem“, von dem her die betreffenden Grössen allererst definiert werden müssen. Deshalb sagt Spiralrhetorik™ „kreisförmig oder spiralförmig“ nicht, indem sie den Kreis und die Kreisbewegung, respektive die Spirale und die Spiralbewegung einfach und geometrisch betrachtet, sondern entsprechend jener Regelhaftigkeit, nach der wir die natürlichen Körper ihren Ort wechseln sehen. Spiralrhetorik™ folgert auch eine neue Theorie der Materie. Der Ortswechsel aufgrund der jeweiligen Eigenschaften wird aufgehoben. Ebenso verändern sich in einer einheitsmetaphysischen Denkweise die heute noch gültige doppelte physikalische Theoriebildung einer vertikalen Physik als „irdischer Physik“ und einer „Physik der Himmelskörper“ als einer kreisförmigen. Alle Unterschiede und Hierarchien der Materie gehören ins Reich der Fabeln. Die vermeintlichen Differenzen im Bewegungsverhalten der Materie fallen zugunsten einer universell gültigen Gleichartigkeit weg. (Der Einheitsgedanke und der atomistische Ansatz treiben die Idee der relativen Grössen voran.)
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Es existiert also kein „Element“, dem an sich Schwere oder Leichtigkeit zukommt. So ergeben sich die Bedeutung von Begriffen wie „schwer“ oder „leicht“ immer nur von einer bestimmten Perspektive her.

14.     Notiz
Im Neuen Denken gibt es also nicht unendlich viele Welten, wie man sich das (bisher gültige) Ordnungsgefüge um die Erde vorstellt, als seien sie von zahlreichen Sphären umgeben, von denen die einen ein Gestirn und die anderen unzählige Gestirne enthalten! (siehe dazu auch Helmut F. Krause: Der Baustoff der Welt). Im Neuen Denken, wie Spiralrhetorik™ die „Baustoffe“ sieht und hell denkt, ist der Rum so beschaffen, dass ihn alle diese Gestirne durchlaufen können. Jedes Gestirn wiederum ist so beschaffen, dass es sich selbst und mittels eines inneren Prinzips im Austausch mit den „Dingen“, die ihm „zuträglich“ sind, bewegen kann.

Selbstbewegung, Austausch und Selbsterhalt sind die drei entscheidenden Grundlagen, die den „reibungslosen“ Ablauf der kosmischen Prozesse innerhalb der unendlichen Totalität (der unendlichen Grösse) des Universums garantieren.

Ein inneres Prinzip regelt die Bewegungsabläufe (aus einer tiefen inneren Ruhe heraus)! Demzufolge existiert Materie niemals ohne inneres Geist- oder Seelenprinzip und kann nur so begriffen werden. Der „Geist“ ist dasjenige Prinzip, das die Bewegungen der unendlich vielen Welten als deren „innere Belebung“ steuert (siehe dazu auch die Matrix der Spiralrhetorik™!). Bewegung (Leben) der Gestirne ist also (gleichermassen derjenigen eines Menschen) auf einen inneren „geistigen“ oder „seelischen“ Antrieb zurückzuführen!

Der wichtigste Vergleich zur neuen Auffassung des Universums ist also der des „Lebewesens“. Das Universum ist ein lebendiger Organismus (wie jede Organisation auch), so dass Spiralrhetorik™ einer jeden Vorstellung einer äusserlich ansetzenden, mechanistischen Mechanik (wie auch der klassischen Medizin, des Monotheismus, und allen widernatürlichen Wissenschaften) eine Absage geltend mach und über eine neues Beratungs- du Führungswesen erteilt (siehe deshalb auch die Koordination von unendlicher und endlicher Bewegung, wie sie auch in mikrokosmischen und makrokosmischen Materienformen wie z.B. in der komplexen Homöopathie vorkommt.). Die unendliche Bewegung wird ausschliesslich für die atomaren Körper zugelassen! Im unendlichen Universum herrscht ein ständiger Austausch von Atomen (Rauschen), die den unermesslichen Raum (einschliesslich aller Materie) durcheilen, um sich den Körpern anzugleichen oder diese (wiederum) zu verlassen. Dieser Austausch der Atome (siehe auch in der komplex-kausalen Homöopathie) verantwortet die ständigen Wechsel der Zusammensetzung der Materie in ihrem Lot, wobei die (kosmologische) Konsistenz der an sich auflösbaren makrokosmischen Gestirnsformationen durch den gleichbleibenden Ein- und Ausfluss kleinster Körperchen gesichert (lebendig im Lot gehalten) bleibt. Die endliche Bewegung dagegen wird (kosmologisch) durch die Gestirne konstituiert (siehe Mond, Neptun, die sich schwächende Erde…), weil sie - analog zu den menschlichen Körpern mit ihren Organen - ganzheitliche Systeme (Organisationen mit ihren beteiligten Menschen) bilden, die die Bewegung der ihnen zugehörigen Teile begrenzen und „definieren“.

15.    Notiz
Naturphilosophie wie Spiralrhetorik™ versucht also „innere Prinzipien“ einzuführen, die die Regularität der kosmischen Abläufe (bis zu den Organisationen mit ihren beteiligten Menschen) steuern und garantieren. Die Konstanz des Austausches der atomaren Materie in den makrokosmischen Materieeinheiten (Lebewesen) bildet den wichtigsten Ausgangspunkt im Neuen Denken!

Welchen Prinzipien gehorcht die endliche Bewegung?

Diese Frage stellt die Relation zwischen Ganzem und Teil in ihren Wert! Die Beziehung vom Ganzen und Teil wird im Neuen Denken zur Trägerin eines weiteren inneren Steuerungsprinzips, das trotz des ständigen Wechsels (Ein und Aus; es ist ein Kommen und ein Gehen…und vielleicht auch ein Wiedersehen…) der Atome die Eindeutigkeit und Individualität der makrokosmischen Materiensysteme (wie den Menschen, die Lebewesen…) als Organismen sichert. Gestirne sind jeweilige „Ganze“, die „Teile“ haben. Die Teile sind, anders als die Atome in ihrer Ungebundenheit, wesentlich auf das Ganze bezogen; sie finden darin ihre Teile und ihr „eigenes Auskommen“. Das „jeweils Zuträgliche“, bzw. die „Selbsterhaltung“ werden zum Steuerungsprinzip, das die Bewegung der Teile auf das organische Gesamtsystem, dem sie angehören, ausrichtet. (Die Frage stellt sich, ob jeder Mensch tatsächlich dieser Erde angehört…)

Grundsätzlich gilt: Die Befürchtung, dass sich Teile eines Gestirns einem anderen Gestirn zuordnen können, ist durch das Bestreben nach Selbsterhalt ausgeräumt. Konkret: Jeder Teil (so auch der Mensch auf die Erde oder das Organ eines Menschen auf den Menschen) nimmt Bezug auf den Mittelpunkt der eigenen Welt, von dem aus das Bewegungsverhalten der Teile in seiner räumlichen Reichweite festgelegt und eingeschränkt ist. Die unendliche Bewegung der Atome und die endliche Bewegung der Teile bleiben mit Hilfe eines gleichbleibenden Austausches und eines Strebens nach Selbsterhaltung reguliert und koordiniert (siehe auch die praktische individuelle Beratung durch Spiralrhetorik™).

16.    Notiz
Es bleibt die Frage: Aus welchem Grund kommt den Gestirnen eine unterschiedliche Geschwindigkeit zu und weshalb - selbst in grosser Anzahl- kollidieren sie nicht miteinander? Diese Frage stellt sich auch in Bezug auf die unterschiedlichen Unternehmen!

Insofern Wärme und Kälte oder andere gegensätzliche Eigenschaften als Gegensätze aufzufassen sind (siehe auch tibetische Medizin), die in ihrer Einseitigkeit nach Ausgleich verlangen (um wieder ins Lot zu kommen oder im Lot zu bleiben), bestimmt sich die Geschwindigkeit der Gestirne danach, in welchem Mass Wärme oder Kälte etc. für das jeweilige Wohlergehen der Himmelskörper benötigt wird. Kalte Gestirne, die von einer Sonne weiter entfernt sind, setzen sich durch langsamere Bewegung länger der wärme- und lebensspendenden Sonne aus als Welten, die dieser näher sind und sich schneller bewegen. Kein Gestirn steht isoliert für sich! Die Gestirne bilden durch die Verhältnisse ihrer Eigenschaften vielmehr ein interaktives Verbundsystem, in dem die unterschiedlichen Bewegungen als Folge unterschiedlicher „Lebensbedürfnisse“ durch ein „Gesetz des Ausgleichs“, oder anders formuliert, durch ein „Gesetz der Kompensation“ geregelt wird (siehe dazu auch das Rätsel der Gravitation). In letzter Konsequenz schützt dieses „Gesetz“ durch eine ihm verbundene Abstandsregelung die Gestirne vor gegenseitiger Vernichtung. Gestirne, die einander durch ihre gegensätzlichen Eigenschaften wir Wärme und Kälte gefährlich würden, falls sie einander nahe kämen, bleiben immer in dem nötigen Abstand voneinander getrennt - sofern sie im Lot, „gesund“ sind.

17.    Notiz
Die komplexen Bewegungsformen innerhalb des Kosmos verstehen sich als ein Ergebnis eines differenzierten Zusammenspiels von vielfältigen Austauschkräften und Ausgleichsformen von Gegensätzen. Das Ziel, das die physikalischen Prinzipien bestimmt, ist das beste Leben des Universums als Ganzes und der Welten als dessen innere Teilorganismen. Das Neue Denken führt zur Bewunderung und zum Respekt vor einer Natur, die in weiser Voraussicht das unendliche Ganze mit den Einzelinteressen seiner Teile harmonisiert und zum Besten (zum Wohle aller) versöhnt.

Diese Notizen, die physikalische Prozesse beschreiben, deuten auf nichts anderes als auf eine Abwendung von der (aristotelischen) Physik der Qualitäten und auf eine Hinwendung zu einer quantifizierbaren Naturdeutung hin - was schlicht und einfach Neues Denken bedeutet und von uns Menschen im praktischen Alltag verlangt wird!

Vor dem Fazit stellen sich folgende Thesen:
•    Innerhalb des Universums wirken sich Gegensätze aus
•    Der Kosmos überführt das Verhältnis und die Eigenschaften von Körpern in relationale Strukturen der Zu- und Abnahme
•    Kein Körper und kein Prozess steht, über die Grundbeziehung von Ganzem und Teil als durchlässiges Beziehungsgeflecht, für sich isoliert, sondern vertieft sich durch die Umwandlung qualitativer Eigenschaften in relationale Grössen, die ein „Mehr“ oder „Weniger“ aufweisen. (siehe dazu auch Helmut F. Krause: Der Baustoff der Welt)

Diese Thesen leiten sich folgendermassen her:

Die geometrische Figur, die die Beziehung einer Welt zu dem zu ihr gehörigen Bereich veranschaulicht, ist der Kreis, wobei der Mittelpunkt die Welt repräsentiert und der Umkreis die maximale mögliche Entfernung für die sich fortbewegenden Teile. Die Idee dieses Abbilds zielt dahin, den Radius des Kreises als Skala einzurichten, auf der sich verschiedene Grade von Schwere und Leichtigkeit ablesen lassen. Der Endpunkt des Radius auf dem Umkreis repräsentiert die Aufhebung von Schwere und Leichtigkeit als deren Minimum, der Mittelpunkt hingegen repräsentiert Schwere und Leichtigkeit als den Wert, auf den das Mehr oder Weniger von Schwere bzw. Leichtigkeit in maximaler Weise zunimmt. Ein Masseteilchen, das sich also zum äussersten Bereich seiner Welt hin entfernt, wir immer „weniger schwer“ oder „mehr leicht“, bis seine Schwere oder Leichtigkeit aufgehoben werden; ebenso wird ein Masseteilchen zum Mittelpunkt des ihm gehörigen Weltganzen immer „mehr schwer“ oder „weniger leicht“.

Das Schwereverhalten der Teile einer Welt wird im Neuen Denken also nicht (wie heute noch) als eine gegebene Eigenschaft von Materie, sondern als veränderlicher Grad einer zunehmenden oder abnehmenden Intensität dargestellt, der sich in funktionaler Abhängigkeit von der jeweiligen Entfernung der Teile von den Extrema herstellt. Es existiert demnach eine durchgehende kosmische und weltbezogene Relationalität, durch die die „Eigenschaften“ der Weltteile auf einen – allerdings endlichen - Massstab bezogen und dadurch messbar werden. (siehe dazu auch die weiterführende Wissenschaft zur Gravitation bis in den schwerelosen Kern der Welten bei Helmut F. Krause: Bausteine der Welt; sowie Jochen Kirchhoff: Räume, Dimensionen, Weltmodelle).

18.    Notiz
Die These von der durchgehenden Gleichartigkeit der kosmischen Bedingungen lässt keine andere Annahme als die der Bewohntheit der Welten zu. Damit aber verliert der Mensch seine exponierte Stellung im Universum. Die vom Menschen bewohnte Welt steht nicht nur nicht im Mittelpunkt,
sondern auch das menschliche Leben ist nicht einzigartig. Damit sind grundlegend neue Voraussetzungen für das Menschenbild gegeben, das sich im Kontext der Unendlichkeit des Universums neu definieren muss und soll.

Die Naturphilosophie übt im Neuen Denken einen tiefen Einfluss auf die Anthropologie und Ethik aus! Wie sind die Einwirkungen dieses Denkens auf die Wissenschaften, das Beratungs- und Führungswesens zu verstehen? Handelt es sich um eine Kränkung? Oder verbindet Spiralrhetorik™ ganz im Gegenteil eine Hoffnung auf ein im intensivsten Sinn menschenwürdiges Leben in Organisationen mit ihren beteiligten Menschen?

19.    Notiz
Die bisherigen Notizen legen die Erkenntnisse dar, die Spiralrhetorik™ praktisch umsetzt und damit ein Neues Denken (gegenüber klassisch abendländischem Denken, aber nicht gegen die Natur) in der Beratung einführt. Die Unendlichkeit des Universums zu denken und sie ins Verhältnis des Endlichen zu setzen, wagte bis jetzt in der abendländischen Kulturgeschichte nur Giordano Bruno. Keine weitere offizielle Gelehrte, von Galilei über Kepler bis zu Einstein (und weiteren bis heute) getrauten und getrauen sich soweit „hinaus“. Alle müssen in ihrem Denken ein Ende sehen, an dem sich ihre Überlegungen messen lassen. Unsere heutige abendländische Kosmologie, Physik, Medizin, Wissenschaft an sich (und das bestimmende Christentum mit allen seinen Wurzeln und Auswüchsen sind die Folgen von widernatürlichem Denken. Wer sich von der Sinneswahrnehmung leiten lässt, irrt wenn es um das Minimum und das Maximum geht. Es entstehen schlichtweg falsche Welt und Menschenbilder, falsche Erwartungen von Einzigartigkeit und Mittelpunkt und damit völlig widernatürliche Handlungen, Denk-, Sprech- und Verhaltensweisen. Im Mainstream dieses Irrtumgeschehens liegt die (von der christlichen Lehre abgesegnete Kosmologie Galileis. Kosmologie und heutige newtonsche Wissenschaft schwächen die Erde. Die Politik und Menschen sind gefordert, dies zu ändern.
Wir brauchen mutige Worte und Taten, um all das, was am 17. Februar 1600 in Rom verbrannt worden war, wieder zu benennen und in einer modernen westlichen Sprache weiterzuführen. Denn die Natur ist nach dem erzwungenen Tod von Giordano Bruno nicht stehen geblieben, sondern die Universitäten.
Spiralrhetorik™ geht in der Beratung bereits den neuen Weg. Die Beratungsweise ist im Internet dokumentiert und seit 2015 aktiv im Markt. Moralvorstellungen und Glaubensinhalte werden mit Spiralrhetorik ™ zugunsten einer eigenen Autonomie und freien Demokratie überschritten und neue Machtverhältnisse gebildet. Auch die Kräfte der Sinneserkenntnis in allen beruflichen und privaten Sparten bilden sich neu. Das sind grosse Töne- aber wahr .Erkennt man die Natur, wirkt der „allseiende Wille“, der nirgendwo anders als im eignen Innern zu suchen ist. Naturerkenntnis ist im Neuen Denken nicht auf ein äusserlich vorgefundenes Universum bezogen, das in seiner Unendlichkeit rational erschlossen oder in dualistischer Verlängerung des Gegebenen erahnt wird (wie es die heutige Kosmologie und Naturwissenschaft, deshalb auch das Beratungs- u Führungswesen tut). Naturerkenntnis ist vielmehr Selbsterkenntnis aus dem gesetzmässig2
verankertem Wissen um die universelle Einheit, in der der Mensch und das Unendliche immer schon stehen. Spiralrhetorik™ habe nichts Neues „erfunden“, jedoch (wieder) entdeckt.

20.    Notiz
Die Verknüpfung von Unendlichkeitswissen und Anthropologie zeigt moralische Konsequenzen auf: Die kosmologische Einsicht, dass das Universum keinen ausgezeichneten Mittelpunkt (mehr) kennt, sondern alle „Mittelpunkte“ vielmehr gleichwertig zu behandeln sind, bedingt nicht nur die Aufhebung einer jeden Hierarchie, sondern auch die ins Positive gewendete Befreiung von jeder Festlegung und Fixierung, die die Erwartungen und Wünsche (der Menschen in ihren Organisationen) nur trüben und verdunkeln können. Das sind die berühmten Schatten, aus denen Spiralrhetorik™ die neuen Spuren in Organisationen mit ihren beteiligten Menschen findet. Überall gilt dieselbe „Nichtandersheit des Umkehrbaren“, die das menschliche Streben und Handeln von eingebildeten Massstäben des Erreichbaren freisetzt, weil es nichts Erreichbares ausser der Einsicht in die universelle Gleichartigkeit von allem gibt! Es ist dasselbe von hier zum Himmel zu fliegen als vom Himmel hierher.

Ringt sich der Mensch zu dieser Erkenntnis durch, dann verlieren Neid, leere Angst und törichte Sorge, die allesamt Mobbing, Krisen, Konflikte und Burnout verursachen, jedwede Berechtigung für den Vollzug der Existenz. Deshalb ist es evident zu bemerken, dass das Unendlichkeitsdenken keineswegs eine Kränkung über eine verlorene anthroposophische Stellung nach sich zieht, die ihr Privileg einzig (und bloss) aus einer endlichen und begrenzten Weltsicht zieht.

Letztendlich kann uns der Gedanke der Einheit und Unwandelbarkeit der Substanzen, der mit dem Gedanken der Unendlichkeit konvertibel ist, auch die Furcht vor dem Tod nehmen, respektive die Gesundheit und das Wohlbefinden im Leben verlängern, denn der essentielle und substantielle Kern in jedem Lebewesen ist keiner endgültigen Vernichtung ausgesetzt, sondern kann lediglich sein äusseres Erscheinungsbild (wenn auch schmerzhaft) ändern. Gelingt es jedem Mensch, eine wahrhaft universelle Perspektive einzunehmen und seine Existenz als „individuell gestalteter Teil“ im Unendlichen zu begreifen, dann wird er zu einem Bürger des Universums und hat das Gute in sich zum Wohle aller realisiert. Oder anders ausgedrückt: Allein die Bejahung eines unendlichen Universums bringt die Macht des unendlichen Allseins (in alter Sprache Gottes) zum Ausdruck und zollt der Freigiebigkeit des allseienden (in alter Sprache göttlichen) Prinzips den notwendigen Respekt. Der Mensch wird als Bewohner des Universums Angehöriger des allseienden (in alter Sprache göttlichen) Herrschaftsbereichs und auf diese wahre Weise zur Freiheit in seinem kräftigen Tun und mächtigen Handeln und Verhalten befähigt.

In diesem ausgeführten Sinn spricht Spiralrhetorik™ jeden Menschen und jede Organisation mit ihren beteiligten Menschen als durch wahre Einsicht mündig gewordenen Mittelpunkt des unendlichen Universums an- vergänglich und unvergänglich zugleich, auch wenn es in den unendlichen Ätherregionen nur den unendlichen Mittelpunkt gibt.

21.    Notiz
Nun werde ich (Heiner Dübi) auf der Grundlage „des neuen Denkens“ nicht nur mit Spiralrhetorik™ arbeiten und beraten, sondern (mit dem Gedanken der Indifferenz zwischen dem Punkt als der kleinsten Raumeinheit und dem unendlichen Raum als dem Inbegriff aller Raumstellen) auf der Grundlage „eines neu formulierten Raumbegriffs“ gerade um die Einführung einer unendlich kleinen Grösse (Minimum) „ringen“. Dieses „Minimum“ wird zur Basis der Beziehung zwischen dem Unendlichen und dem Endlichen werden, weil es in einer eigenen Doppelfunktion einerseits als ausdehnungslose Grenze der räumlich ausgedehnten Grössen fungiert und andererseits als „erster Teil“ die Ausdehnung der konkreten räumlichen Gebilde (Organismen, Gestirne etc.) allererst begründet. Es geht hier um nichts anderes als um die Erläuterung der „Gravitation“ (nämlich der schwebenden, sich selbst erhaltenden Welten in einer unermesslichen Ätherregion) - was „leben und gelebt werden“ auch von Organisationen mit ihren beteiligten Menschen bedeutet.

Diese Notizen wurden am 01.10.2016 von Heiner Dübi abgeschlossen. Sie sind unverändert (mit kleinen Anpassung für das bessere Verständnis) wiedergegeben. Nebst den originalen Werken Giordano Brunos studierte Heiner Dübi intensiv auch die in den Notizen erwähnten Autoren. Helmut F. Krause: Der Baustoff der Welt (1989/91) und Jochen Kirchhoff: Räume, Dimensionen, Weltmodelle 1999/2007.