Bewusstsein

Bewusstsein teilen wir in der Spiralrhetorik™ in Bewusstheit und Gewahrsein auf. Genauso wie die Haut ein Ausdruck der Seele ist, folgt ein Mensch mit Bewusstsein seiner Intuition, um den Impuls aufzunehmen und loszulassen. Bewusstsein hat sehr viel mit Erfahrungswissen, aber nichts mit Besserwissen zu tun. Denn Gedanken entfalten sich ohne Kontrolle und ohne Aussensicht. Sie wirken beruhigend und verbessern die Konzentrationsfähigkeit oder bewirkendas Gegenteil. Die gemeinsame Bildung von Menschen, Räumen, Organisationen und Sprache lässt sich deshalb von einem Gefühl in das andere leiten und intelligente Schlüsse ziehen. Nicht die Zeit für eine Intuition ist wichtig, sondern der Zeitpunkt einer Intuition, weil dann das Grundgefühl dasselbe bleibt. Eine solche Folge von Impulsen sorgt für einen ruhigen Schlaf und bewahrt vor Albträumen, weil Menschen mit Bewusstsein den Fokus bewahren und erst argumentieren, wenn sie ihre Impulse kombinieren. Sie stimulieren die Phantasielosigkeit, weil sie berührt werden und andere berühren. Das eigene Gewahrsein legt den Fokus weniger auf intellektuelle Konzepte. Ohne sich erklären zu müssen schützt Gewahrsein vor den Folgen von Stress. Bewusstheit und Gewahrsein können gemeinsam trainiert werden - bis sie ins Bewusstsein kommen. Mit Bewusstsein lassen sich Räume und Sprache entfalten, Organisationen und Personal entwickeln.

Gefühlsimpulse lassen auch das Drama zu, weil sich Gefühle nur im Drama verändern können. Menschen mit Bewusstsein, die um die Vielfalt der Dramaturgie wissen, unterscheiden zum Beispiel Langeweile und Sättigung. Langeweile ist ein aktives Gefühl, das leicht zu Konflikten, Krisen, Mobbing und Burnout führt. Sättigung dagegen ist passiv. Doch es gibt mehr als zweihundert verschiedene Gefühle. Weil Gefühle vielseitiger sind als Langeweile und Sattigung, lassen sich die "heilenden Kräfte dieser Gefühle" und die damit verbundenen Intuitionen noch konzentrierter fokussieren und zum Beispiel auf erkrankte Stellen in einer Organisation transferieren, was unweigerlich zur Organisations- und Personalentwicklung führt.

Intuitionen lassen einen gerechter urteilen und handeln. Sie bewahren uns Menschen vor Lernschwierigkeiten und Führungsangst, weil Menschen mit Intuitionen nicht erklären, was andere zu denken und zu sehen haben. Sie finden ihre Impulse wie ein „Point of no return“, um nach der Bewegung wieder frei zu sein und etwas Neues entstehen zu lassen. Durch ihre Ausstrahlung erzeugen sie Harmonie, Arbeitszusammengehörigkeit, Wärme und Kollegialität, ohne die Verantwortung für das Ganze zu verlieren. Sie sind gerne gesehene Menschen, da hier Bewusstheit und Gewahrsein mit Wissen verschmelzen und neues Bewusstsein für die Entwicklung von Organisationen und das Personal geboren werden kann.

Bewusstsein öffnet wunde Punkte noch sensibler und stimuliert die Nerven. Häufig reagieren Menschen in Konflikten, Krisen, Mobbing oder Burnout als Folge von Stresserscheinungen mit Sättigung oder Langeweile und meinen damit schlau zu sein, was zur Erschöpfung führt. Weil aber Entscheidungen, sobald sie berühren, möglichst wenig Schatten werfen wollen, stärken sie Prinzipien, Prozesse, Strategien und Kommunikation. Oft braucht es zur Entfaltung und Entwicklung sich entgegensetztende Eigenschaften, um diejenigen auszugleichen oder zu schwächen, die Stress erzeugen und Erfolg entziehen. Mit komplexen Hilfsmitteln spielt sich der Erfolg wieder selber ein.

Am intensivsten dringen Bewusstheit und Gewahrsein durch die Sprache in eine Organisation ein. Sie vermittelt ihren Trägern die Fähigkeit, Probleme weitsichtiger zu erkennen statt nur an eine Lösung zu glauben. Zudem bringt Bewusstsein mehr Temperament. Ein Mensch, der intuitiv spürt und seine Gefühle in jeder Situation rasch und real zur Sprache bringt, erzählt "was sein drittes Auge sieht", weil er es spürt. Er muss nicht glauben, was er nicht sieht. Danach entscheidet er, was er zu tun oder zu lassen hat. Er muss nicht nur dasjenige glauben, was er sieht. Er weiss, es. Auf diese Weise liegt seinem Handeln und Verhalten ein Bewusstsein zugrunde und er liegt eine Nasenlänge voraus. Einem gekünstelten Menschen dagegen, der nur glauben kann was er sieht, fehlt dieses natürliche Erfahrungswissen, was ihn betont intellektuell, aber noch lange nicht intelligent macht. Doch wahre Intelligenz kann man trainieren. "It's simple, but not easy." Es ist leicht, aber nicht einfach nur in seinen Gefühlen zu sein und damit zu arbeiten, weil sich danach Berge versetzen.